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Sport & Freizeit

Ich tanze für mich!!

Seit zwei Jahren tanze ich Hip Hop. Meine Eltern finden das nicht so toll, sie hören lieber religiöse Musik. Für mich ist Hip Hop das Größte. Ich tanze immer, wenn mir langweilig ist. Und ich mache weiter, egal, was passiert.

 
 

Hip Hop ist meine Leidenschaft.

In Hip Hop stecken Geschichten, die meine Freunde und mich inspirieren. Vor allem aber stecken Gefühle in Hip Hop. Wut, aber auch Liebe. Alles, was mich auch in meinem Leben beschäftigt. Aber Hip Hop ist nicht nur Musik. Das ist ein Lebensgefühl. Zu Hip Hop gehören das Tanzen und das Coolsein. Alles zusammen nennt man „swag“. Zu Hip Hop und swag zählen auch coole Klamotten wie zum Beispiel Snapbacks (Baseballkappen), extralange Hosen, coole Nike- oder Adidas-Schuhe und anderes Zeug, das dich swag macht.

Zuhause trage ich die Sachen nicht im Hip-Hop-Style, weil meine Eltern das nicht so gern mögen. Hip Hop ist übrigens so was wie der Bruder des Breakdance denn zu Hip Hop tanzt man auch Breakdance. Wenn mir langweilig ist, höre ich am liebsten Musik von 50 Cent, Chris Brown, Tyga, Nicki Minaj und Redman. Am meisten stehe ich auf Tygas Lieder, denn ich finde, dass er von allen am besten rappen kann. Seine Lieder sorgen immer wieder für Überraschungen. Manchmal schreit er oder macht verrückte Sachen. Dazu kann ich gut tanzen, vor allem zu meinem Lieblingslied: „Tyga (feat Honey Cocain) - Heisman (Part. 2)“

Ich stehe auf Hip Hop, weil ich es cool finde.

Die Musik und den Zusammenhang zwischen Breakdance und Hip Hop. Die Moves, wie sich die richtig guten Hip Hopper bewegen, das mag ich. Hip Hop zu lernen ist nicht leicht, man muss ganz schön viel üben, um richtig gut zu werden. Mit dem Tanzen habe ich angefangen, weil meine Freunde Tony und Vanessa auch tanzen. Tony ist richtig gut, er hat mich beeindruckt, weil er so super tanzte. Er konnte zum Beispiel „jerken“. Das ist ganz schön kompliziert, schwierige Kombinationen von Hand- und Fußbewegungen und so. Ich habe das auch schon ein bisschen geschafft, hurra!

Das Jerken wurde erst vor ein Jahren erfunden und heißt so wegen der Band New Boys und ihrem Song „You jerk“. Eine Art zu tanzen ist Dougie. Die Tänzer bewegen sich, als ob sie keine Knochen hätten. Erfunden hat das der Rapper Doug. E. Fresh schon vor 30 Jahren. Ein bisschen sieht das aus wie eine Mischung aus Schlangenmensch und Ententanz. So gut wie die Profi-Tänzer bin ich aber noch lange nicht. Ich habe Tony gefragt, wieso er auf Hip Hop steht. Er hat mir erzählt, dass Hip Hop sein Hobby wäre, und er beim Tanzen seinen ganzen Stress rauslassen kann.

Trotzdem hat er damit jetzt aufgehört. Das macht mich ganz traurig, weil er etwas aufgegeben hat, das ihn glücklich machte. Vanessa tanzt auch nicht mehr. Früher waren wir immer zusammen im Kurs bei Alberta im Haus der Jugend in Wilhelmsburg. Alberta hat inzwischen damit aufgehört und Abi gemacht. Ihre jüngeren Schwestern geben jetzt die Kurse. Ich musste aufhören, dorthin zu gehen, weil ich keine Zeit mehr hatte und so viel für die Schule lernen musste.

Meine Eltern sagen,

ich soll mich lieber mit etwas Christlichem beschäftigen und Gottes Lieder singen. Sie sind sehr religiös. Aber ich mache weiter. Auch wenn alle anderen aufgehört haben oder mich daran hindern wollen.

Ich tanze für mich.

 
 
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