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Schule & Projekte

WENN DER BEAT DEINEN HERZSCHLAG BESTIMMT ...

29 Grad, lockere Stimmung und aufheizende Beats. Sommerzeit ist Festivalzeit, das dachten meine Freundin Jolin und ich, als wir beschlossen, Anfang August für euch das SPEKTRUM Festival zu besuchen. Dort lauschten wir nicht nur tollen Bands, sondern erlebten ein ganz neues Gefühl der Freiheit.

 
 

Der Himmel ist blau

und die Sonne taucht das weitläufige Festivalgelände an der Elbe in ein magisches Licht. Die Luft ist warm. Stolz halten wir die Arme mit den Spektrum-Armbändchen, die uns als Festival-Besucher kennzeichnen, in die Höhe, als wir das Gelände nach einem kleinen Fußmarsch betreten. Die Atmosphäre ist ausgelassen. Die Sänger auf den verschiedenen Bühnen, die verschwitzt, aber gut gelaunt ihr Bestes geben, bringen das Publikum zum Mitwippen und Mitklatschen. Der Geruch von Freiheit weht uns um die Nase, während wir entspannt im Gras liegen. Mit insgesamt 27 Bands liefert Spektrum in Wilhelmsburg ein musikalisches Feuerwerk vom Feinsten, von Sierra Kid bis hin zu Chefket und dem Nachwuchstalent AHZUMJOT ist alles dabei.

Während Ssio und Haftbefehl mit „Capo“ und „Milionar“ unser Blut zum Kochen bringen, sorgen verschiedenste Essens- und Getränkestände für Abkühlung und Erholung. Um uns herum sehen wir alternative und lebenshungrige Leute in freakiger oder bunter Kleidung. Manche von ihnen tragen fünfzehn Zentimeter hohe Käppis oder Masken aus Federn, Blumenketten im Haar oder runde Spiegelsonnenbrillen. Der Dresscode besteht überwiegend aus kurzen Jeansshorts und weißen Hippiekleidern bei den Girls, während bei den Jungs Tanktops und Caps das Must-Have sind. Die Musik lässt sich passend dazu beschreiben: Elektro, Dubsteb, Tech House und Hiphop stehen auf dem Plan. Junggesellenabschiede werden offenbar auch gefeiert. Überall herrscht eine jugendliche, sommerliche Leichtigkeit. „Hier ist bestimmt keiner älter als fünfundzwanzig“, meint Jolin und während ich mich umschaue, wird mir klar, dass sie Recht hat.

Jolin und ich haben das Gefühl,

am richtigen Ort zu sein. Wir sind ein Teil der Menge, sitzen auf der Wiese, den Blick auf die Bühne gerichtet. Wir fühlen uns so frei wie der strahlend blaue Himmel über uns. Wippen mit, strecken die Arme, saugen die Stimmung auf. Jetzt verstehen wir auch, was andere Menschen an Festivals so toll finden. Es ist nicht die Musik allein, die das Ganze so besonders macht. Sondern die Menschen, die ihre Arme der leidenschaftlich musizierenden Band entgegenstrecken, ihre Begeisterung zeigen, ihren Spaß am Leben und der Musik.

Als Jolin und ich uns wieder auf dem Heimweg machen, nicht ohne unseren Handyspeicher mit jeder Menge Fotos und Videos gefüllt zu haben, blicke ich noch einmal zurück zu den Zelten, der Wiese und den feiernden Menschen. Alles ist in rotgoldenes Sonnenlicht getaucht, der von den Bühnen aufsteigende Nebel verleiht dem Ganzen einen geheimnisvollen Touch. Es hat sich gelohnt, herzukommen. Uns jedenfalls bleibt Spektrum noch lange in Erinnerung. Die Musik, die Stimmung, die pure Lebensfreude!

 
 

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